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Riffgewaltig sind
sie, die See-Thrasher von EDGECRUSHER.
Gab es auf dem Demo von 2004
soundtechnisch noch einiges zu meckern, haben die Jungs diesmal ein
ordentliches, druckvolles Klangbild abgeliefert. Der "Lake Area Thrash" der
Bodensse-Kapelle klingt ein Bisschen nach ganz alten METALLICA, vermischt
mit einer fiesen Version von GRAVE DIGGER. Auch TESTAMENT oder die neueren
Sachen von NEVERMORE können hier als Anhaltspunkte genannt werden, obgleich
auf 'Forever FAilure' lange nicht so variabel zu Werke gegangen wird, wie
bei Warrel Dane und Konsorten. Auch das Gespür für dramatische Momente und
feine, ausgefeilte Songstrukturen fehlt noch. Was aber nicht ist, kann noch
werden.
Die Bay Area Einflüsse haben
etwas abgenommen, im Vergleich zum Demo, dennoch sind sie immer noch
deutlich herauszuhören. Dazu kommt ein ultrafettes Riffing, das Live
sicherlich allenthalben zum Headbangen animieren wird. Sänger Igor klingt
wirklich sehr nach einer Mischung aus Phil Rind (SACRED REICH) und Chris
Boltendahl (GRAVE DIGGER), nur etwas tiefer. Insgesamt singt er auch etwas
zu eindimensional. Da ist sicherlich mehr drin. Ich denke, dass der Bursche
auch klaren Gesang hinbekommen würde - und zwar noch besser, als er dies
beim Rausschmeißer "Me And The Sun" stellenweise zeigt. Die eine oder andere
Passage (z. B. bei "Eternity") könnte damit besser klingen und den Sound der
Band insgesamt noch etwas abwechslungsreicher gestalten.
Die erste große Eigenproduktion
von EDGECRUSHER ist ein druckvolles Thrash Metal Album geworden, das Talent
und Potenzial offenbart, aber auch zeigt, dass hier noch gearbeitet werden
muss, um in die nationale Spitze dieses Genres vorzustoßen.
Stefan, 9 Punkte
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