Quelle: Bright Eyes

Schnell, aggressiv, hart und heftig präsentieren sich EDGCRUSHER auf ihrem Debütalbum „Forever Failure“. Vom Stil her bewegt sich die Formation um Sänger Igor Panic im Bereich des Death Metal, verbunden mit Rock und einer leichten Prise Hardcore. Manch einer sagt: „Die Mischung macht’s!“ Im Falle von EDGECRUSHER ist es allerdings nicht so gut gelungen, wie es sich für einige anhören mag. Zwar haben alle Songs Feuer und Energie, aber es wirkt wie ein und dasselbe. Melodisch betrachtet ist die Musik im Großen und Ganzen in Ordnung und instrumental gut abgemischt, aber verfällt der Stil in Monotonie und wird langweilig. Songs wie ‚Crossroads’ oder ‚8 Hours’ zeigen gute Ansätze, wirken allerdings durch das übertaktet wirkende Schlagzeug ein wenig verkrampft. Als würde versucht, die Musik auf Druck komm raus schneller zu konstruieren. Der teilweise hinzu kommende progressive Gesang lässt leider keinen richtigen musikalischen Fluss entstehen, was in ‚Soulsaver’ oder ‚Dead Blood Red’ der Fall ist. Gut sind vor allem der Schluss von ‚8 Hours’, der das eigentliche Potenzial der Band durchblicken lässt. Jedoch sind solch gute Einlagen auf „Forever Failure“ leider eine Seltenheit. Der Song ‚Deeper Than Hate’ ist das beste Stück, da hier der Gesang mehr mit der melodischen Umsetzung ins Reine kommt.
Der rockige Aspekt der ab und zu hindurch schimmert, kann diese Mischung der Stile, wie es bei „Forever Failure’ geschehen ist, allerdings auch nicht heben. Somit bleibt die Scheibe im unteren Mittelmaß kleben, wobei auf jeden Fall mehr drin gewesen wäre. Denn die Melodien sind, wie schon gesagt, nicht schlecht, aber sie wären wesentlich ausbaufähiger und wirken wegen der überflüssigen Zusätze (z.B. die schnellen Drums) weniger durchschlagskräftig, als sie es sein sollten. Sie erreichen nicht den gewünschten Ohrwurm-Effekt.

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Phillip Haß